Ästhetische Zahnmedizin
Gepflegte, gleichmäßige, strahlende Zähne und gesundes Zahnfleisch sind auch eine Frage der Ästhetik. Deshalb bietet die ästhetische Zahnmedizin zahlreiche Möglichkeiten, neben der Funktion und Gesundheit auch die Optik der Zähne zu optimieren. So lassen sich leichte Zahnfehlstellungen oder Zahnlücken mithilfe von Veneers korrigieren. Die Farbe der Zähne kann durch Bleaching verbessert werden. Im Seitenzahnbereich helfen individuell angefertigte und perfekt angepasste Keramikinlays Defekte zu beheben. Kronen, Brücken und Implantate ersetzen defekte oder fehlende Zähne.
Bleaching: Unterschieden wird zwischen internem und externem Bleaching.
Mit externem Bleaching kann jeder nicht überkronte, nicht gefüllte oder mit Veneers versorgte Zahn aufgehellt werden. Hierzu wird unter zahnärztlicher Aufsicht über einen bestimmten Zeitraum Bleichmittel auf die Zähne aufgetragen. Dadurch werden Zahnverfärbungen beseitigt, die zum Beispiel durch regelmäßigen Kaffee-, Nikotin- und Teekonsum oder Medikamente entstanden sind. Nicht empfehlenswert ist ein Bleaching, wenn Karies oder Zahnbetterkrankungen vorliegen. Vor Behandlungsbeginn sollte zudem eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen werden.
Auch ein Zahn, bei dem der Nerv fehlt oder bei dem eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde, kann sich unter Umständen verfärben. Ebenso können Medikamente, Zahnverletzungen und bestimmte Allgemeinerkrankungen möglicherweise zu Verfärbungen führen. In diesen Fällen empfiehlt sich ein internes Bleaching. Geeignet für diesen Eingriff sind nur wurzelbehandelte Zähne, die keine zu großen Füllungen haben. Sind große Füllungen vorhanden, empfiehlt sich zur Verschönerung und zugleich Stabilisation des Zahnes eher eine Überkronung oder Veneerversorgung. Bei einem internen Bleaching werden sämtliche Beläge und Füllungen entfernt und mithilfe einer Röntgenaufnahme überprüft, ob eine Wurzelkanalfüllung vorliegt und in welchem Zustand sie ist. Anschließend wird die Zahnwurzel mit einer Kunststoffschicht geschützt, das Bleichmittel in das Zahninnere gebracht, wo es einige Tage verbleibt. Nach drei bis fünf Behandlungen strahlt der behandelte Zahn wieder schön weiß – und das bis zu drei Jahre lang.
Veneers: Fehlstellungen, Lücken und Verfärbungen werden dank Verneers quasi unsichtbar. Diese fast transparenten Keramikschalen werden von außen auf den Zahn geklebt und verleihen ihm ein makelloses Aussehen. Auch leichte Zahnfehlstellungen, Zahnlücken, unbefriedigende Zahnfarben und lokale Verfärbungen können mit Veneers auf zahnschonende Weise korrigiert werden. Auch bei abgebrochenen Zahnecken, nach Frakturen oder in bestimmten Kariesfällen können Verneers helfen. Die Hightechkeramik der Veneers ist form- und farbecht und hat ähnliche Eigenschaften wie der natürliche Zahn. Vor der Befestigung der Veneers wird der natürliche Zahn angeraut. Dank perfekter Anpassung an die übrigen Zähne sind die „verschalten“ Zähne nicht von anderen Zähnen zu unterscheiden. So steht dem „Hollywood-Lächeln“ nichts mehr im Wege.
Kronen: Bei Zähnen, die mit einer Füllung nicht mehr ausreichend versorgt werden können, ist häufig eine Krone die passende Lösung. Diese Form des Zahnersatzes ermöglicht, einen Teil der eigenen Zahnsubstanz zu erhalten. Als Materialien für Kronen werden neben Vollkeramik auch Gold und Keramik-Gold-Kombinationen verwendet. Unterschieden werden Vollkronen, die den gesamten Zahn umfassen, außerdem Teilkronen und Stiftkronen. Optisch sind Kronen von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Passgenaue Kronen können durch traditionelle Abformung oder mithilfe modernster Abbildtechnik (Cerec) hergestellt werden. Der natürliche Zahn wird entweder mit einem Kunststoff-Provisorium versorgt oder aber mit einer direkt in hochmodernem Verfahren gefertigten Vollkeramikkrone versehen. Ein spezieller Zement als Klebstoff gewährleistet sehr guten und langfristigen Halt. Die moderne Cerec-Technologie ermöglicht, dem Patienten in nur einer Sitzung binnen einer Stunde einen „neuen Zahn“ herzustellen.
Brücken: Müssen Zähne gezogen werden, so entstehen Lücken im Gebiss. Diese müssen geschlossen werden, um Probleme beim Kauen und Sprechen zu vermeiden und die Stabilität der übrigen Zähne zu erhalten. Mithilfe einer Brücke kann diese Lücke ästhetisch zufriedenstellend und funktional geschlossen werden. Dazu werden die Nachbarzähne als sog. „Brückenanker“ genutzt. Diese Zähne müssen gesund sein, um die Haltbarkeit der Brücke zu gewährleisten. Sie werden abgeschliffen und mit Kronen versorgt, an denen das Brückenglied angehängt ist. Damitwird die Lücke geschlossen. Brücken werden vom Zahntechniker aus Metall, Kunststoff und Keramik hergestellt. Die fertige Brücke muss genau eingepasst werden. In der Regel wird sie erst nach ein bis zwei Wochen Probetragen dauerhaft befestigt. So können eventuelle Probleme bei der Passgenauigkeit zuvor noch besser behoben werden.
Implantate: Ausführliche Informationen zu Implantaten finden Sie hier.
Inlays/Onlays: Für die Versorgung im Seitenzahnbereich bietet sich als besonders hochwertige Lösung der Einsatz von Inlays oder Onlays an. Diese quasi unsichtbaren Füllungen werden vom Zahntechniker individuell gefertigt und auf Biss, Form, Kontur, Kontaktpunkte und Farbe perfekt angepasst. Dank modernster Cerec-Technologie kann ein Inlay auch sehr präzise computergesteuert und in nur einer Sitzung hergestellt werden (Cerec). Inlays sind hervorragend geeignet zur Behandlung von kleinen bis mittelgroßen Defekten, die von Zahnsubstanz umgeben sind. Aufgrund der aufwändigen Versorgung sind zwei Behandlungsschritte notwendig: Nach der Entfernung von Karies erfolgt die Abformung (klassisch-mechanisch oder mithilfe modernster Abbildungsverfahren). Die daraufhin präzise angefertigte Keramikeinlage wird anschließend exakt eingepasst und dauerhaft befestigt.


