Füllungstherapien
In der Versorgung kleinerer und größerer Defekte haben Patienten heute die Wahl zwischen verschiedenen modernen Füllungsmaterialien. Dazu zählen Keramik- und Goldinlays, Komposite (Kunststofffüllungen) und Zemente.
Keramik- und Goldinlays zählen zu den langlebigsten und hochwertigsten Füllungsmaterialien. Sie bieten die optimale Versorgung, weil ihre durchschnittliche Haltbarkeit bei ca. 12–16 Jahren liegt. Dank modernster Abbildungs- und Computertechnologie können Keramikinlays heute auch vollautomatisch und sehr präzise „aus einem Block gefräst“ werden. (Cerec)
Komposit ist ein zahnfarbenes, stabiles Füllungsmaterial, das sich am besten für kleine und mittelgroße Defekte eignet. Es wird vor allem im Bereich der Front- und Seitenzähne eingesetzt – eingeschränkt auch im Backenzahnbereich. Kompositfüllungen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Hauptbestandteile sind fein gemahlene Keramik-
und Quarzteilchen sowie Kunststoff. Das Material wird mit Zahnbein und Zahnschmelz verklebt. Der Auftrag erfolgt in einzelnen Lagen, die unter Speziallicht aushärten. Diese Füllungen sind nach der Behandlung sofort voll belastbar und halten durchschnittlich sechs bis acht Jahre.
Zement ist eine einfache plastische Zahnfüllung, die meist als Übergangslösung genutzt wird, bevor eine höherwertige Versorgung durchgeführt wird. Denn mit diesem Füllungsmaterial erreicht man keine ausreichende Bruchfestigkeit und Kaustabilität, sodass dieses Material nur bedingt als Amalgamersatz geeignet ist.
Amalgam eignet sich am besten bei kleinen und mittelgroßen Defekten. Das Füllmaterial ist extrem haltbar und wurde deshalb früher häufig verwendet. Heute ist es aber aufgrund seines Quecksilbergehalts sehr umstritten. Andererseits stufen viele Experten Amalgam aufgrund entsprechender Tests und Erfahrungen als unbedenklich ein. Wegen seiner dunklen Farbe wird Amalgam nicht im Frontzahnbereich eingesetzt, gewährleistet aber im Backenzahnbereich eine hohe Haltbarkeit.
Amalgamsanierungen/-austausch: Sollten Amalgamunverträglichkeiten auftreten, empfiehlt sich eine Amalgamausleitung. Diese Therapie ist nebenwirkungsfrei und funktioniert ohne große Probleme. Dazu werden zunächst die Füllungen vorsichtig und restlos entfernt. Spezielle Präparation im Mund sowie Absaugvorrichtungen nehmen dabei das alte Füllungsmaterial quasi rückstandslos auf. Zusätzlich werden spezielle Präparate und Vitamine über einen individuell ermittelten Zeitraum eingenommen. Alternativ zum Amalgam stehen heute verschiedenste Materialien zur Verfügung, deren Verträglichkeit und Haltbarkeit ausgezeichnet sind (Keramik, Gold, Komposit).

