Ästhetisches Material
Alles Wissenswerte über Keramik, Komposite und Co.
Die individuelle Versorgung für mehr Lebensqualität
Kurzinfo
Zähne erfüllen drei Hauptfunktionen: die Nahrungszerkleinerung, sie unterstützen das Sprechen und sie tragen zu einem ästhetischen Erscheinungsbild bei. Gesunde Zähne stehen für Kraft, Gesundheit und Vitalität und geben uns durch ein sympathisches Lächeln ein selbstbewussteres Auftreten.
Unsere Zähne sind alltäglichen und oft auch besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Konsequenz sind kariöse Löcher, fehlende Ecken, Verfärbungen, Fehlstellungen oder sonstige Schädigungen. Diese Folgen können unsere Lebensqualität entscheidend beeinflussen.
Durch verschiedenste Behandlungsverfahren können Zähne nicht nur funktional, sondern ebenso ästhetisch sehr anspruchsvoll wieder hergestellt werden. Vor allem wegen der innovativen Werkstoffe ist kaum noch ein Unterschied zwischen Zahnersatz und Nachbarzähnen bzw. neuer Zahnsubstanz und dem restlichen Zahn festzustellen.
Füllungen, Brücken, Kronen, Veneers oder implantatgetragener Zahnersatz können aus zahnfarbenen, ästhetischen und anspruchsvollen Materialien wie Keramik oder Kompositfüllungen hergestellt werden.
Für das ästhetische Erscheinungsbild ist nicht nur entscheidend, welche Zahnersatz-Variante gewählt wird, sondern ebenso eine exakte Formgebung und das Material.
Angepasst an Ihre individuelle Situation und Ihre Wünsche wird hier die bestmögliche Versorgung gewählt, damit sie wieder befreit Lachen oder einfach einmal Zähne zeigen können.
Keramik für ästhetische Kronen, Brücken und Inlays
Gerade bei stark geschädigten oder fehlenden Zähnen im sichtbaren Bereich ist gerade die Farbe des Materials für die Ästhetik wichtig. Zahnersetzende Maßnahmen wie Kronen, Brücken, und ihre implantatgetragenen Varianten sowie Inlays wurden dank der sich immer weiter entwickelnden wissenschaftlichen Erkenntnisse ästhetisch immer anspruchsvoller gestaltet.
Woraus besteht Keramik?
Keramik setzt sich aus Kaolin, Quarz und Feldspat zusammen und erhält die besonderen Materialeigenschaften durch ihre Füllmaterialien. Diese entsprechen immer mehr den physikalischen, chemischen und im speziellen den ästhetischen Verhältnissen der natürlichen Zähnen. Heute wird im Wesentlichen auf Keramiksysteme wie z. B. Silikatkeramik, Oxidkeramik oder Zirkonoxidkeramik zurückgegriffen. Diese werden gebrannt und erhalten dadurch ihre Härte und Stabilität. Alle haben einen entscheidenden Vorteil: Sie kommen in der Farbgebung und der sehr ähnlichen Lichtreflexion der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr nahe.
Durch Farbpigmente erhält die neue Zahnsubstanz ihre individuelle Note und kann so problemlos und ganz individuell in das Gesamtbild Ihrer Zähne integriert werden. Keramik wird im Gegensatz zur Metalllegierung nicht mittels Zement befestigt, sondern geht über einen dünnflüssigen Kunststoff eine chemische und damit besonders gute Bindung mit der restlichen Substanz ein. Außerdem ist das Material sehr gewebeverträglich und bietet gerade Allergikern Alternativen in der zahnärztlichen Versorgung.
Wo kann Keramik eingesetzt werden?
- Keramik ist besonders für implantatgetragenen Zahnersatz, Kronen, Teilkronen, Inlays, Brücken und Veneers geeignet.
- Darüber hinaus bietet es sich auch für die Verblendung von Zahnersatz mit Metallbasis oder mit einer Basis aus der Hochleistungskeramik Zirkondioxid an. Keramik ist dann die äußere, sichtbare Schicht – Metall bzw. Zirkondioxid befindet sich darunter.
- Je nach Versorgungsart kann bei stark geschädigten Zahnkronen entweder eine Vollkrone aus Keramik oder Veneers, also eine keramische Verblendschale (auch „Schalenkrone“) infrage kommen.
- Sind ganze Zahnreihen unterbrochen oder stören einzelne Lücken kann implantatgetragener Zahnersatz oder eine Brücke einen ästhetischer Ausgleich darstellen.
- Gerade in Bereichen, die beim Sprechen oder Lachen sichtbar werden, können starre, laborgefertigte Einlagefüllungen in Form eines keramischen Inlays eingesetzt werden. Sie bieten eine qualitativ hochwertige Versorgung, da sie einen festen Kern aufweisen. Dabei genügen sie hohen Ansprüchen. Keramik ist hier nicht nur funktionell einsetzbar, sondern überzeugt besonders durch ihre Ästhetik.
Vorteile gegenüber Metalllegierungen
- Metalllegierungen haben trotz ihrer hervorragenden Qualitäten wie ihre Stabilität einen ästhetischen Nachteil: Sie entsprechen nicht der Zahnfarbe. Keramik ist dagegen ein sehr guter Werkstoff für den Zahnersatz und stellt darüber hinaus eine besonders gute ästhetische Alternative zur Metalllegierung dar.
- Keramiken haben insgesamt eine extrem glatte Oberfläche, die die Anhaftung von Zahnbelägen erschwert. Damit tragen sie zur Vermeidung von Erkrankungen wie Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Entzündungen des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontitis) bei.
Vollkeramik
Vollkeramische Restaurationen bestehen im Gegensatz zur häufig verwendeten Metallkeramik (auch „Verblendkeramik“) vollständig aus Keramik – es kommt kein anderes Material wie Metall oder Kunststoff zum Einsatz.
Ermöglicht wird dies durch die weiße Hochleistungskeramik Zirkoniumdioxid (auch Zirkonoxid), die anstelle des üblichen Metallkerns verwendet wird. Die außerordentliche Festigkeit erlaubt es zudem, neben Kronen auch Brücken herzustellen.
Aus dem beschriebenen Aufbau resultieren die bestechenden ästhetischen Eigenschaften vollkeramischer Restaurationen: Da keine metallene Färbung von innen durchscheinen kann, ahmt Vollkeramik das Aussehen natürlicher Zahnsubstanz mit ihrer leichten Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz) und der typischen Lichtreflexion täuschend echt nach und ist der Verblendkeramik weit überlegen:
Die Vorteile von Vollkeramik im Überblick:
- Höchste ästhetische Qualität durch individuelle Farbanpassung, natürliche Transparenz und Lichtreflexion. Entsprechende Restaurationen wirken äußerst natürlich und nahezu wie echte Zähne.
- Sehr gute physikalische Eigenschaften: hohe Langzeitstabilität, Druckbelastbarkeit und eine geringe Wärmeleitfähigkeit.
- Zudem ist die Restauration gut verträglich (biokompatibel), weil sie metallfrei ist. Es treten außerdem keine elektrischen Wechselwirkungen mit anderem metallischen Zahnersatz auf.
- Durch den Verzicht auf ein Metallgerüst können dunkle Kronenränder (so genannte „Bleistiftränder“) vermieden werden.
- Vollkeramische Kronen und Brücken sind individuelle Präzisionsarbeiten.
Hochleistungskeramik Zirkoniumdioxid (auch Zirkonoxid)
Keramik besticht vor allem durch ihre gute Ästhetik, eine besonders glatte Oberfläche und damit geringe Anlagerung von Zahnbelägen und durch ihre hervorragende Verträglichkeit in der Mundhöhle.
Darüber hinaus konnte mit der Entwicklung besonderer Keramiken auf
Basis von Zirkoniumdioxid (ZrO2), einem Metalloxid, eine Verbesserung
der physikalischen Belastbarkeit erreicht werden.
In der Vergangenheit wurden gerade bei Kronen- oder
Brückenkonstruktionen im Bereich der großen Backenzähne häufig stabile
Metallgerüste verwendet. Diese Gerüste können nun aus der sehr
beanspruchbaren Zirkoniumdioxid-Keramik gefertigt werden.
Weiterhin können Implantate, also die in den Kieferknochen eingebrachten künstlichen Zahnwurzeln, aus Zirkoniumdioxid hergestellt werden – als Alternative für das häufig verwendete Titan.
So entstehen Gerüste aus Zirkoniumdioxid-Keramik
Die Basiskonstruktion (das Gerüst) wird mit Hilfe moderner computergesteuerter CAD/CAM-Verfahren (CAD/CAM = Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing) Ihrer Zahnsituation im Mund hochpräzise angepasst. Auf das äußerst stabile keramische Gerüst aus Zirkoniumdioxid wird dann die bewährte zahnfarbene Keramik aufgetragen.
Zum einen werden dadurch die vielen Vorteile von Keramik und ihrer der natürlichen Zahnsubstanz sehr ähnlichen physikalischen Eigenschaften genutzt. Zum anderen bietet das sehr stabile Gerüst aus Zirkoniumdioxid-Keramik Vorteile. Es zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Stabilität bei hoher Belastbarkeit, einem minimalen Randspalt und guter Passgenauigkeit aus.
Damit erfüllt eine Kronen- oder Brückenkonstruktion – auch als Aufbau bei Implantaten – besonders hohe ästhetische Ansprüche. Sie zeigt eine sehr natürlich wirkende Lichtreflexion, die genaue Farbgebung kann durch die äußere Schicht, der Verblendkeramik, verändert und Ihren Zähnen individuell angepasst werden.
Die Vorteile auf einen Blick:
- hohe ästhetische Ansprüche durch individuelle Farbanpassung und eine natürliche Lichtreflexion. Wie die eigenen Zähne, erscheinen Kronen- oder Brückenkonstruktion, die eine Zirkondioxidbasis besitzen und damit vollkommen metallfrei sind, leicht durchscheinend (transluzent).
- sehr gute physikalische Eigenschaften: hohe Langzeitstabilität, Druckbelastbarkeit, und eine geringe Wärmeleitfähigkeit.
- Gute Verträglichkeit im Mund (Biokompatibilität). Es treten zudem keine elektrischen Wechselwirkungen mit anderem metallischen Zahnersatz auf.
- Durch den Verzicht auf ein Metallgerüst können dunkle Kronenränder (so genannte „Bleistiftränder“) vermieden werden.
Somit steht Ihnen ein ausgezeichneter dentaler Werkstoff zur Verfügung, der die bewährte Stabilität eines Metalls aufweist und gleichzeitig die innovativen Vorteile einer Keramik genießt.
Zahnfarbene Füllungen – ästhetisch und mundfreundlich
Für kleinere Löcher oder ein herausgebrochenes Stück eines Zahnes stehen in der Zahnmedizin verschiedene Materialien zur so genannten „Füllungstherapie“ zur Verfügung. Gerade für kleine oder mittelgroße Reparaturen sind die komfortablen und zahnfarbenen Kompositfüllmaterialien geeignet.
Woraus bestehen Komposite?
Komposite sind „dentale“ Kunststoffe, die durch die Beimischung von Glas-, Quarz- oder Keramikpartikeln leicht abgewandelt (modifiziert) wurden. Reine Kunststoffe werden in der Zahnmedizin nur selten eingesetzt. Komposite sind „plastische“ Füllmaterialien, das heißt, sie sind zunächst noch weich und somit zum Modellieren, also zur Formanpassung an Ihren Zahn, geeignet. Durch eine Lampe mit Licht einer speziellen Wellenlänge werden sie gehärtet.
Eigenschaften und Vorteile von Kompositen
Komposite können genau wie Keramik auf die individuelle Farbe Ihrer Zähne abgestimmt werden und sich somit sehr gut in das Gesamtbild Ihrer Zahnreihen eingliedern. Auch hier spielen Farbpigmente die entscheidende Rolle. Mittels einer Farbpalette werden sie genau der individuellen Zahnfarbe angeglichen. Sie ahmen die Lichtverhältnisse der natürlichen Zahnsubstanz sehr gut nach und sind daher kaum davon zu unterscheiden.
Sie haben im Vergleich zu Keramik den Vorteil, dass die fehlende Zahnsubstanz in einer mehrschichtigen Modellation sofort ersetzt werden kann. Durch immer weiter voranschreitende Entwicklungen sind die heutigen Komposite stabil und im Mund sehr beständige Füllungsmaterialien.
Komposite werden mithilfe einer speziellen Lampe gehärtet. Hierbei tritt manchmal auch eine minimale Schrumpfung der Füllung ein, durch die ein so genannter Randspalt auftreten kann. Diese Schrumpfung wurde aber durch immer neuer entwickelte Komposite auf ein Minimum reduziert. Der Kunststoff wird über ein so genanntes Adhäsivsystem mit der restlichen Zahnsubstanz „verklebt“.
Die gute Körperverträglichkeit, ihre Stabilität sowie die zahnähnliche Farbnuancierung machen das Material zu einem unverzichtbaren Werkstoff der ästhetischen Zahnmedizin.
Übergangsmöglichkeit Glas-Ionomer-Zement
Dieser Spezialzement kann provisorisch als Füllung in ein durch
Karies entstandenes Loch eingebracht werden, wenn die endgültige
Versorgung erst später in Frage kommt.
Er erscheint weißlich und nähert sich der Zahnfarbe grob an. Somit ist
eine unauffällige Zwischenlösung möglich. Glas-Ionomer-Zement bietet
auch den Vorteil einer sehr guten Verbindung zur übrigen Zahnsubstanz
und fluoridiert zusätzlich den Zahn.
Kompomere
Kompomere stellen eine Mischung aus Kompositen und Glas-Ionomer-Zement dar. Sie sind ebenfalls zahnfarben und können vor allem in Bereichen des Mundes eingesetzt werden, in denen geringere Belastungskräfte auf die Füllung einwirken. Hier kommen vor allem die Frontzähne der Oberkiefer und auch Füllungen an den Zahnhälsen infrage.
Ästhetische Verblendungen aus Keramik oder Kunststoff
Brücken oder Kronen aus Metalllegierungen fallen oftmals im Mund auf und sind daher optisch nicht die ansprechendste Lösung. Um sie unauffällig und damit ästhetisch zu gestalten, können die üblichen Gerüste aus Metall mithilfe spezieller technischer Herstellungsverfahren mit einer Keramik- oder Kunststoffverblendung versehen werden.
Bei der Verblendung entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, wie viel der gesamten Fläche verblendet werden soll. Meist können Ihre Kronen oder anderer Zahnersatz damit sehr ästhetisch in das Gesamtbild Ihrer Zähne eingefügt werden.
Darüber hinaus kann für die Gerüste selbst eine weiße Hochleistungskeramik, Zirkoniumdioxid, anstelle von Metall verwendet werden. Dadurch wird die gesamte Krone oder Brücke ästhetisch besonders ansprechend gestaltet.
Ästhetische Materialien bei provisorischen Kronen und Brücken
Bei Brückenkonstruktionen und Kronen werden die benachbarten „Pfeilerzähne“ bzw. bei Kronen der Kronenzahn selbst präpariert, das heißt, sie werden beschliffen.
Die Herstellung von Kronen und Brücken, ob aus Keramik oder aus goldhaltigen Legierungen, erfolgt im Labor. Da hier etwas Zeit benötigt wird, bekommt der Zahn zwischenzeitlich eine Krone aus provisorischem Material. Diese wird direkt angefertigt und kaschiert die vorübergehende ästhetische Beeinträchtigung.
Das Material für solche Provisorien basiert meist auf abgewandelten (modifizierten) und speziell dafür entwickelten Kunststoffen. Sie weisen für ihren Zweck gute physikalische Eigenschaften auf, sind im Mund sehr beständig und gut verträglich. Vor allem sind sie der Zahnfarbe Ihrer natürlichen Zähne angepasst und fallen so kaum auf. Lachen ist gesund; mit einem zahnfarbenen Provisorium ist dies auch während der Therapie möglich.
Ästhetische Kunststoffe von Teil- und Vollprothesen
Weil Zähne auch eine Rolle bei der Formgebung der gesamten Mundregion (Wangen, Lippen und Kinn) spielen, sind Patienten mit Prothesen manchmal auch im Erscheinungsbild ihres Gesichtes eingeschränkt. Ein Beispiel dafür können eingefallene Lippen sein.
Bei der prothetischen Versorgung geht es also nicht nur um den Ersatz von verlorengegangen Zähnen, sondern gleichzeitig auch um den optischen Ausgleich für verlorengegangenes Zahnfleisch.
Bei Prothesen kommen dafür ebenfalls Kunststoffe zum Einsatz. Diese unterscheiden sich allerdings von den in der Füllungstherapie von Zähnen verwendeten, weil sie eine andere Grundstruktur haben. Häufig verwendeter Basiskunsstoff ist das so genannte Polymethylmethaacrylat (PMMA).
Hier kann man auf verschiedene vorgefertigte Kunststoffzähne zurückgreifen, die farblich und Ihrem Typ entsprechend ausgewählt werden. Bei der weiteren Herstellung werden diese in einen Kunststoff eingefügt, der Ihr Zahnfleisch nachempfindet. Es wird diesem durch Pigmente angeglichen.
Insgesamt ist Ihre prothetische Versorgung sehr individuell. Farbgebung und die ästhetische Eingliederung von Verankerungen an den übrigen Zähnen werden daher immer anhand Ihrer persönlichen Situation entschieden und mit Ihnen besprochen.
Alternativ können Teil- und Vollprothesen auch durch Implantate getragen werden. Neben den Vorteilen für Funktion und Ästhetik kann das die Lebensqualität deutlich erhöhen.
FAQ's
Kann man Keramik von der natürlichen Zahnsubstanz unterscheiden?
Keramik ist ein Werkstoff, der durch seine physikalischen Eigenschaften Ihrer natürlichen Zahnfarbe sehr nahe kommt. Durch spezielle Farbpigmente und Herstellungsverfahren kann sie optisch gut eingegliedert werden. In seltenen Fällen kann es zu kleinen Farbunterschieden kommen.
Kann es bei ästhetischen Materialien zu allergischen Reaktionen kommen?
Grundsätzlich können allergische Reaktionen bei Werkstoffen nicht ausgeschlossen werden. Allerdings sind die Materialien auf Allergien getestet und unterliegen strengen Auflagen hinsichtlich der Biokompatibilität (Körperverträglichkeit). Für einen bestimmten Werkstoff wird immer anhand Ihrer individuellen Situation entschieden; dies schließt diese Fragestellung immer mit ein.
Ich bekomme eine Brücke (bzw. Krone). Wie kann der Zahn zwischenzeitlich ästhetisch versorgt werden, während sie im Dentallabor hergestellt wird?
Hierbei kommt eine provisorische Krone zum Einsatz, die direkt angefertigt wird. Sie ist zahnfarben. Dadurch wird der beschliffene Zahnstumpf geschützt und es kommt zu keiner ästhetischen Beeinträchtigung. Mehr dazu im Abschnitt „Ästhetische Materialien bei provisorischen Kronen und Brücken“
Was ist eine Verblendung?
Verblendungen sind Zusatzmaterialien, die auf Kronen oder Brückenkonstruktionen (mit Gerüsten aus Metall oder der optisch sehr ansprechenden Hochleistungskeramik Zirkoniumdioxid) (interner Textlink) aufgetragen werden, um eine bessere ästhetische Eingliederung zu erzielen. Dazu stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Hierzu zählen Keramik und Kunststoffe. Wie viel verblendet werden kann, hängt von der Dimension bzw. der Größe des Gerüstes ab.
Bleaching
Kurzinfo
Wer wünscht sich nicht ein strahlendes Lächeln? Bei vielen Menschen ist die natürliche Zahnfarbe jedoch nicht schneeweiß, sondern eher elfenbeinfarben oder weist einen Stich ins Graue auf. Die Ursachen dafür können neben dem natürlichen Alterungsprozess und der Veranlagung beispielsweise in den Zahn eingelagerte Pigmente sein. Besonders wurzelbehandelte Zähne verfärben sich oft mit der Zeit dunkel.
Ein Bleaching, also das Aufhellen der Zähne, kann hier Abhilfe schaffen. Dabei wird Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid auf den Zahn aufgetragen (externes Bleaching) oder in den wurzelbehandelten Zahn gefüllt (internes Bleaching). So werden die störenden Farbstoffe zersetzt und die Zähne aufgehellt. Der Bleachingeffekt hält etwa ein bis drei Jahre an. Bleachings sind im Allgemeinen unbedenklich, in jedem Fall sollten wir allerdings zuvor Ihre Mundgesundheit überprüfen.
Was ist ein Bleaching?
Unter einem Bleaching - englisch für bleichen - werden Methoden zur Aufhellung der Zähne verstanden. Dabei werden Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid eingesetzt. Diese Stoffe zersetzen die in der Zahnsubstanz enthaltenen Pigmente, indem sie oxidieren. Die Zähne werden somit merklich aufgehellt.
Ein Bleaching kann eingesetzt werden, wenn der natürliche Zahn eine dunkle bzw. gelbliche Färbung aufweist oder sich durch Genuss von Kaffee, Rotwein, Tee, Nikotin, die Einnahme von Medikamenten wie Tetracycline verfärbt hat. Dabei lassen sich gelbliche und bräunliche Verfärbungen besser entfernen als bläuliche oder graue. Daher sind die Zähne von älteren Menschen schlechter aufzuhellen als die jüngerer Patienten.
Prinzipiell gibt es das externe und das interne Bleaching, die beide in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden. Ersteres wird auch als Power- oder In-Office-Belaching bezeichnet und dient dazu, gesunde Zähne aufzuhellen. Beim internen Bleaching werden dagegen wurzelbehandelte Zähne, die sich im Laufe der Zeit dunkel verfärbt haben, von innen aufgehellt.
Daneben gibt es zusätzlich das Home-Bleaching, mit dem Sie Ihre Zähne selbst zu Hause aufhellen können. Dazu wird Ihnen eine Zahnschiene angepasst und das entsprechende Aufhellmittel mitgegeben. Die derzeitigen freiverkäuflichen Schienen und Bleichmittel, zum Beispiel aus Drogerien, haben den Nachteil, dass die Schiene nicht exakt Ihrem eigenen Gebiss angepasst ist bzw. dass die Mittel zum Teil weniger effektiv wirken.
Eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Methoden finden Sie im Unterpunkt „Welche Formen von Bleaching gibt es?“
Bleaching in der Praxis (In-Office-Bleaching)
Diese Bleachingvariante gehört zum Externen Bleaching. Dabei wird das Bleichmittel außen (extern) auf die Oberflächen der Zähne aufgetragen, um die Zahnfarbe insgesamt aufzuhellen.
Beim Bleaching in der Praxis (In-Office-Bleaching) kann die Konzentration des aufhellenden Mittels (meist Wasserstoffperoxid) spezifisch dosiert und somit eine hohe Effektivität erreicht werden. Gelegentlich wird ein Verfahren verwendet, bei dem ein geringer konzentriertes Wasserstoffperoxidgel aufgetragen und mit einem bestimmten intensiven Licht bestrahlt wird.
Vor einem Bleaching ist unter Umständen eine professionelle Zahnreinigung (PZR) zu empfehlen, um aufgelagerte Beläge und Verfärbungen auf der Zahnoberfläche vorab zu entfernen. Das aufhellende Mittel kann dann noch besser einwirken, das Ergebnis wird oft verbessert.
Home-Bleaching – Aufhellung zu Hause
Mit einem Home-Bleaching können Zähne zu Hause selbst aufgehellt werden. Dazu erhalten Patienten eine eigens auf ihr Gebiss angepasste Trägerschiene sowie ein spezielles Bleachingmittel. Die Schiene mit dem darin vorhandenen Bleichgel wird mehrmals für jeweils mehrere Stunden getragen. Zur Vorgehensweise erhalten Patienten eine genaue Einweisung.
Vorab wird die Zahngesundheit überprüft und geklärt, ob ein Bleaching bzw. diese Bleachingmethode für den Patienten geeignet ist.
Für das Home-Bleaching sind auch freiverkäufliche Mittel oder Sets im Handel. Diese wirken durch ihren geringeren Anteil an Wasserstoff- bzw. Carbamidperoxid jedoch oftmals nicht so effektiv und ihre Anwendung kann schwierig sein. Dadurch sind unbefriedigende Ergebnisse leichter möglich. Vor dem Einsatz selbst gekaufter Bleichmittel sollten Sie auf jeden Fall unsere Praxis aufsuchen, um eventuelle Risiken für Zähne und Zahnfleisch auszuschließen.
Internes Bleaching
Wurzelkanalbehandelte Zähne und Zähne, deren Zahnmark verletzt wurde und die noch nicht wurzelkanalbehandelt wurden, verfärben sich manchmal mit der Zeit dunkel. Gerade im vorderen Bereich des Gebisses kann dies das Erscheinungsbild stören.
Beim internen Bleaching wird ein bleichendes Mittel in den Zahn gegeben und der Zahn von innen her aufgehellt. Dazu wird über die Zahnkrone zunächst ein Zugang zum Zahninneren (dem Zahnmark oder "Pulpa") geschaffen, beispielsweise indem eine Füllung entfernt wird. Die Wurzelkanäle werden manchmal mit einer dünnen Kunststoffschicht bedeckt, damit das Bleichmittel nicht tiefer als nötig eindringt – das Zahnmark bzw. eine vorhandene Wurzelkanalfüllung bleiben somit intakt.
Danach wird das aufhellende Mittel in die Höhlung gegeben. Oft ist eine Wiederholung erforderlich, um die gewünschte Aufhellung zu erzielen. Abschließend wird der Zahn mit einer neuen Füllung bzw. Krone versorgt.
Wie stark können Zähne aufgehellt werden?
Prinzipiell können Zähne durch eine Bleachingbehandlung sehr weiß werden. Allerdings sollten sie nicht unnatürlich wirken und sich harmonisch in Ihr Erscheinungsbild einfügen.
Die wenigsten Menschen haben von Natur aus schneeweiße Zähne. Zudem ändert sich die Zahnfarbe mit dem Alter, da sie meistens nachdunkelt. Generell sollten daher die Zähne erst mal nur um zwei bis drei Farbstufen aufgehellt werden. Wie sehr die Zähne sich bei einmaliger Anwendung aufhellen lassen, ist von dem Verfahren und von der Beschaffenheit Ihrer Zähne abhängig.
Was muss bei einem Bleaching beachtet werden?
Ein Bleaching ist im Allgemeinen unbedenklich, es sollte allerdings nicht angewendet werden, wenn eine unbehandelte und nicht ausgeheilte Erkrankung wie eine Zahnfleischentzündung, Parodontitis oder Karies vorliegt. Vor einem Bleaching sollte demnach überprüft werden, ob die Zähne kariesfrei sind und das Zahnfleisch gesund ist.
Ebenso ist davon abzuraten, wenn der Zahnschmelz große Risse aufweist, bei vielen großen Füllungen und überempfindlichen Zähnen. Bei Jugendlichen ist eine Aufhellung nicht immer möglich, da die Pulpa ihrer Zähne (das Zahnmark oder umgangssprachlich der „Zahnnerv“) noch sehr groß ist. Schwangere sollten wegen ihres empfindlicheren Zahnfleisches vorsichtshalber auf das Bleichen verzichten.
Füllungen oder Kronen werden nicht mit aufgehellt. Sie können aber bei der Herstellung an die neue Farbe Ihrer Zähne angepasst werden, so dass sie davon nicht zu unterscheiden sind.
Direkt nach dem Bleichen können die Zähne gelegentlich etwas empfindlicher sein. Dies ist jedoch unbedenklich und klingt meist innerhalb eines oder zweier Tage wieder völlig ab. Bei Bedarf können die Zähne mit einem speziellen Fluoridpräparat bestrichen werden.
Vor dem Bleichen ist eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis zu empfehlen, da auf diese Weise vorab alle Beläge und aufliegende Verfärbungen entfernt werden. Allein damit werden die Zähne in der Regel schon weißer. Außerdem kann das Bleichmittel Verunreinigungen nicht durchdringen, was bei vorliegendem Zahnstein und anderen Belägen zu unbefriedigenden Ergebnissen führen könnte.
In unserer Praxis beraten wir Sie gern dazu, was Sie beim Bleaching beachten sollten!
Wie lange hält ein Bleaching?
Wie lange die Aufhellung anhält, hängt unter anderem von dem angewendeten Bleachingsystem, den persönlichen Lebensgewohnheiten und der Zahnpflege ab. Zum Beispiel können sich Farbpigmente aus Kaffee, Rotwein, Tee oder Nikotin wieder in den Zahn einlagern.
Die Wirkung bleibt aber meist ein Jahr oder länger bestehen, bei Bedarf lässt sich ein Bleaching zudem wiederholen. Eine genauere Einschätzung zu dem zu erwartenden Ergebnis erhalten Sie direkt in der Praxis.
Wie kann Verfärbungen der Zähne vorgebeugt werden?
Achten Sie auf Ihre eigene gründliche Mundpflege, verzichten Sie wenn möglich aufs Rauchen und den übermäßigen Konsum von Lebensmitteln und Getränken, die Ihre Zähne rasch einfärben - zum Beispiel Kaffee oder Tee. In gewissem Umfang lassen sich Zahnverfärbungen so vermeiden.
Ihre eigene Zahnfarbe hingegen ist individuell unterschiedlich und ist von außen nicht beeinflussbar. Ein Bleaching ist die einzige Möglichkeit, diese zu verändern.
Mit zunehmenden Alter erscheinen die Zähne ohnehin weniger weiß, da der Zahnschmelz etwas zurückgeht und das von Natur aus eher gelbliche Zahnbein durchscheint.
FAQ's
Wie viel kostet ein Bleaching?
Dies ist individuell unterschiedlich und hängt zum Beispiel von den Bleachingmethoden und dem gewünschten Umfang der Behandlung ab. Wir beraten Sie dazu gern persönlich.
Welche Alternativen zum Bleaching gibt es?
Grundsätzlich können allergische Reaktionen bei Werkstoffen nicht ausgeschlossen werden. Allerdings sind die Materialien auf Allergien getestet und unterliegen strengen Auflagen hinsichtlich der Biokompatibilität (Körperverträglichkeit). Für einen bestimmten Werkstoff wird immer anhand Ihrer individuellen Situation entschieden; dies schließt diese Fragestellung immer mit ein.
Ich bekomme eine Brücke (bzw. Krone). Wie kann der Zahn zwischenzeitlich ästhetisch versorgt werden, während sie im Dentallabor hergestellt wird?
Wenn die Zähne nur durch oberflächliche Auflagerungen verfärbt sind, kann bereits eine professionelle Zahnreinigung ausreichen – vorausgesetzt, Sie sind mit Ihrer natürlichen Zahnfarbe zufrieden. Eine professionelle Zahnreinigung verbessert zusätzlich die Mundhygiene, da mit ihr Zahnbeläge an unzugänglichen Stellen entfernt werden.
Spezialzahnpasten für weißere Zähne sollten Sie nur ab und zu verwenden und nur, wenn Sie über völlig gesunde Zähne verfügen und Ihre Zahnhälse nicht freiliegen. In der Regel enthalten diese Spezialpasten gröbere Putzkörper als die normalen Zahnpasten. Dadurch können sie zwar Auflagerungen besser entfernen, aber auch in gewissem Maße den Zahnschmelz abreiben – insbesondere bei einer falschen Putztechnik.
Allgemein gilt: Weder die professionelle Zahnreinigung noch Weißmacherzahnpasten können die eigentliche, natürliche Zahnfarbe verändern oder in den Zahn eingelagerte Farbpigmente entfernen. Wenn Sie die Zahnsubstanz an sich aufhellen möchten, ist das Bleaching die einzige Möglichkeit dazu.
Veneers
Kurzinfo
Veneers sind keramische Verblendschalen, die für kosmetische Veränderungen hauptsächlich im Frontzahnbereich eingesetzt werden. Sie überdecken unter anderem starke Zahnverfärbungen sowie Fehlstellungen und werden der Farbe der umgebenden natürlichen Zähne sehr genau angeglichen. Im Vergleich zu Kronen muss bei diesen Keramikverblendschalen weniger Zahnsubstanz abgeschliffen werden.
Die Behandlung erfolgt in zwei Schritten. Auf Basis eines Abdrucks fertigt der Zahntechniker die entsprechenden Veneers im Labor an. Nach der Herstellung werden die keramischen Verblendschalen in der Praxis eingefügt. Bei regelmäßiger Pflege sind die Haftschalen in aller Regel über viele Jahre haltbar.
Was sind Veneers?
Veneers (engl. „Furnier, Fassade“) sind dünne Verblendschalen aus Keramik oder Kunststoff („Komposit“), die vor allem den Frontzahnbereich, die Eck- und Schneidezähne, verschönern.
Die nahezu transparenten Keramikschalen lassen sich farblich an die natürlichen Zähne anpassen.
Die individuell angefertigten Halbschalen haften mit speziellem Klebstoff auf der von außen sichtbaren Zahnoberfläche und verdecken so fehlerhafte Zahnstellungen, Lücken, Verfärbungen und Frakturen. Im Unterschied zum Überkronen, wodurch der Zahn ca. 1,2 Millimeter an Substanz einbüßt, verliert die ursprüngliche Zahnkrone beim Verblenden rund 0,5 Millimeter des gesunden Zahnschmelzes.
Seit den frühen 80er Jahren ermöglicht eine fortschrittliche Adhäsiv-, das heißt Klebetechnik, dass Keramikschalen zuverlässig und unkompliziert auf der Zahnkrone befestigt werden können. Sie bewahren ihre Farb- und Oberflächenqualität sowie Stabilität auch nach mehreren Jahren. Allerdings ist es ratsam, auf zu harte Kost zu verzichten, um Risse und Lockerungen der Verblendschalen zu vermeiden. Aufgrund des bioverträglichen keramischen Materials sind allergische Reaktionen selten.
Wann können Veneers eingesetzt werden?
Veneers werden überwiegend aus ästhetischen Gründen bei Zahnproblemen und -dispositionen eingesetzt. Sie kaschieren optische Fehler und Verschleißerscheinungen vor allem im Frontzahnbereich.
Veneers gleichen unterschiedlich große Zähne aus und führen somit zu einem ästhetisch schönen Gebiss. Bei irreversiblen Zahnverfärbungen, die nicht durch ein Bleaching entfernt werden können, sind die Verblendschalen eine Korrekturmöglichkeit. Die feinen Keramikschalen schließen große Zahnlücken („Diastema“) und verblenden Zahnfrakturen.
Mangelhafte, schiefe, äußerst kurze oder sehr schmale Zähne lassen sich mit Hilfe der Verblendtechnik überdecken. Außerdem ist es möglich, mit Veneers Verformungen und Anomalien im Struktur- oder Oberflächenbereich der Zähne („Dysplasien“) zu behandeln. Veneers decken ebenso beschädigten Zahnschmelz ab, der durch eine Fluorose, das Antibiotikum Tetrazyklin oder verstärktem Fruchtsaftgenuss angegriffen wurde.
Wann empfiehlt sich eine andere Lösung?
Zähneknirschen (Bruxismus) beeinträchtigt die Stabilität für Haftschalen, sodass Bruxisten zu alternativen Methoden greifen sollten. Bei erheblichen Zahnfrakturen und Zähnen mit älteren großen Füllungen oder Inlays ist die Behandlung mit Verblendschalen ebenfalls problematisch. Häufig bietet in diesen Fällen nur eine Krone den nötigen äußeren Halt. Bei Patienten mit stark kariösen oder „nervtoten“ Zähnen ist von einer Therapie mit Veneers abzuraten.
Grundvoraussetzung für eine ästhetische Zahnbehandlung mit Keramikschalen ist in jedem Fall eine sehr gute Mundhygiene.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vorbereitende Maßnahmen
Im Beratungsgespräch werden zunächst individuelle Wünsche und Gegebenheiten geklärt. Nach der vorbereitenden Analyse des Gebisses (Modellanalyse) werden die Zähne professionell gereinigt. Zudem wird das Gebiss geröntgt, um sicherzugehen, dass die Zähne im Innern gesund sind. Bei Zahnverfärbungen erfolgt zunächst eine Farbanalyse der benachbarten Zähne, um später ein einheitliches Zahnbild zu erhalten. Bei Bedarf oder auf Wunsch können alle Zähne vorab durch ein Bleaching aufgehellt werden.
Herstellung der Veneers
Die Behandlung gliedert sich meist in mehrere Schritte. Zunächst werden die betreffenden Zähne lokal betäubt und etwa 0,3 bis 0,7 Millimeter der Oberfläche abgeschliffen.
Bei der üblicheren indirekten Methode („Labside“) wird von den vorbehandelten Zähnen ein Abdruck („Abformung“) genommen. Daraus wird ein Modell aus Gips und Wachs („Wax-up“) erstellt, das dem Erproben verschiedener Möglichkeiten dient. Anschließend werden die Veneers im Dentallabor hergestellt („Labside“). In der Zwischenzeit trägt der Patient provisorische Kunststoffschalen. Nach der Herstellung im Labor werden die fertigen Keramikschalen mit einem speziellen Kunststoffkleber auf den äußeren Zahnoberflächen befestigt.
Bei der direkten Methode („Chairside“) werden die Keramikschalen vom Zahnarzt in einer einzigen Sitzung angefertigt und anschließend angebracht.
Einsetzen der Veneers
Zuvor überprüfen wir die adäquate Farb- und Formqualität der Verblendschalen. Das Veneer wird vor dem Einsetzen mit Wasserdampf gesäubert, seine Innenseite mit Säure behandelt, mit Wasser gereinigt und anschließend mit einem speziellen Klebstoff versehen.
Um die Zähne trocken zu legen, werden sie unter Umständen mit einem medizinischem Latextuch umspannt, dem so genannten Kofferdam. Die Zähne werden einige Sekunden mit phosphorhaltiger Säure behandelt und anschließend mit Wasser gespült. Die vorbereitete Zahnoberfläche wird nun ebenfalls mit einer dünnen Klebstoffschicht bedeckt. Dabei werden die Nachbarzähne durch dünne Streifen vor dem Kontakt mit dem Kompositkleber geschützt. Der Kleber härtet erst durch Beleuchtung mit einer besonderen Lampe aus, so dass das wir das Veneer korrekt positionieren können.
Normalerweise werden mehrere Veneers jeweils separat angebracht. Vor allem die Zwischenräume zwischen den Nachbarzähnen müssen frei von Resten des Kompositklebers sein, damit die Veneers nicht aneinander kleben und Spannungen vermieden werden.
Abschließende Maßnahmen / Check
Die Veneers werden abschließend gereinigt und poliert. Schließlich wird noch überprüft, ob der Patient ohne Kontaktprobleme zusammenbeißen kann und kein Spannungsgefühl auftritt. Der passgenaue Halt des Veneers wird nach etwa ein bis zwei Wochen noch einmal überprüft.
Welche Alternativen zu Veneers gibt es?
Kronen und Brücken aus Metall oder Porzellan sind insbesondere bei wurzelbehandelten Zähnen und starken Frakturen eine Alternative zu Veneers.
Wenn die Zähne nur aufgehellt werden sollen, bietet sich ein Bleaching an.
FAQ's
Wie lange halten Veneers und was muss ich bei der Pflege beachten?
Veneers sind im Durchschnitt zehn bis fünfzehn Jahre haltbar. Maßgeblich für eine lange Haltbarkeit ist neben der guten zahntechnischen Laborarbeit und der genauen Anpassung eine gründliche Zahnpflege.
Im Unterschied zu natürlichen Zahnkronen sind Veneers anfälliger für Verfärbungen. Daher sollten Sie Ihre Zähne sorgfältig pflegen. Unbedingt empfehlenswert sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen in einem Abstand von etwa sechs Monaten. Wir überprüfen dabei Ihre Mundgesundheit und ob die Verblendschale noch richtig sitzt.
Um Ihre verblendeten Zähne zu schützen, sollten Sie weiterhin Fruchtsäfte und stark färbende Lebensmittel nur in Maßen genießen. Nägelkauen sowie Mundspülungen mit Chlorhexidin gefährden den optimalen Sitz sowie die einwandfreie Optik der Keramikschalen.
Kann ich Veneers wieder entfernen lassen?
Um ein Veneer einzusetzen, muss ein geringer Teil Ihrer Zahnsubstanz entfernt werden, damit die Keramikschale befestigt werden kann. Dies ist zwar in der Regel unbedenklich, Ihre Zähne sollten aber regelmäßig überprüft werden. Wir können die Veneers austauschen, wenn sie nach einigen Jahren nicht mehr optimal aussehen.
Neu sind Veneers, die nur noch auf den etwas angerauten Zahn aufgeklebt werden: Ohne dass Zahnsubstanz entfernt werden muss, lassen sich so genannte „No prep“-Veneers anbringen. Über Ihre Haltbarkeit gibt es jedoch noch keine Langzeitergebnisse und sie eignen sich nicht für alle Zähne.
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